Vergangene Woche waren Tim und ich in Köln essen, um den ersten Geburtstag unserer Membership Mission KI zu feiern. 🙌🏼
Es gab 8 Gänge fantastisches japanisches Essen, Jasmintee dazu und unter anderem das Gesprächsthema: Wie kommen wir eigentlich bei all den ganzen neuen KI-Tools und Updates hinterher?
Ich hab ja hier im Newsletter neulich schon mal über das Thema KI-Burnout gesprochen und merk bei mir selber jeden Tag, wie schnell man sich in all den Möglichkeiten verlieren kann.
Deswegen bin ich aber umso froher, dass ich in meinem Arbeitsalltag aktuell ein Setup an KI-Tools gefunden hab, das für mich wirklich hervorragend funktioniert.
Dieses Setup besteht aus genau zwei Tools, die ich dir jetzt genauer vorstelle.
Tool #1: Notion
Jap, natürlich spielt Notion eine zentrale Rolle, denn dort liegt immerhin mein gesamtes Business. All mein Content, meine Produktinhalte, Ideen, Notizen, Know-how: Alles speichere ich seit Jahren in Notion.
Praktischerweise arbeitet KI immer dort am besten, wo ausreichend Kontext zur Verfügung steht.
Die Notion KI macht bei mir daher einen hervorragenden Job, weil sie in meinem Workspace alles abrufen kann, was es über mein Business zu wissen gibt.
Mein konkretes Setup für die Notion KI stell ich dir im Laufe dieser Woche noch genauer vor, aber hier schon mal grob im Überblick:
- Ich hab eine Team-Datenbank, in der aktuell ca. 35 KI-Teammitglieder angelegt sind. Jedes Teammitglied hat seine eigene Rolle, eine Persönlichkeit und weiß genau, welchen Kontext über mein Business es abrufen muss, um seinen Job zu erledigen.
- Für wiederkehrende Aufgaben, die immer gleich erledigt werden sollen, nutze ich eine Skills-Datenbank. Jeder Skill ist einem oder mehreren Teammitgliedern zugeordnet.
- Die Teammitglieder arbeiten aber nicht nur mit Skills, schließlich gibt es auch Aufgaben, die nur einmalig anfallen oder jedes Mal sehr individuell sind. Deswegen ist es so wichtig, dass jedes Teammitglied den nötigen Kontext zur Verfügung hat (Zielgruppe, Markenstimme, Produktinfos etc. – jeweils abhängig von der Rolle).
Die Teammitglieder steuere ich ganz normal über den KI-Chat an. Wenn ich eine Aufgabe/einen Prompt reingebe, wird automatisch das Teammitglied ausgewählt, das für die Aufgabe zuständig ist.
Hier z.B. Noah, der immer dann aktiv wird wenn es darum geht, in Datenbanken zu arbeiten:
Diese Chats muss ich natürlich immer manuell starten.
Ergänzend dazu nutze ich daher für einige Aufgaben, die komplett automatisiert und ohne mein Zutun ablaufen sollen, Custom Agents – z.B. um jeden Montagmorgen ein KPI-Reporting der letzten Woche zu erstellen.
Kosten dafür: ca. 20€ pro Monat für den Business-Plan (den brauchst du für den KI-Chat), bei den Custom Agents gibt es ein nutzungsbasiertes Pricing – je mehr du sie nutzt, desto mehr bezahlst du also (bei mir aktuell zwischen 20 und 30€ im Monat) → insgesamt ca. 50€/Monat
Tool #2: Claude Code
Seit Januar wird die Notion KI bei mir ergänzt von Claude Code.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich hier richtig reingefunden hab, denn wie der Name ja schon sagt ist Claude Code primär erstmal für Leute gemacht, die mit Code arbeiten und Dinge programmieren (und dazu gehöre ich nicht, haha).
Der Name ist allerdings etwas irreführend, denn Claude Code kann man auch hervorragend im Marketing-Kontext einsetzen.
Wo genau ergänzt Claude Code jetzt die Notion KI?
Es ist eigentlich ganz simpel: Die Notion KI nutze ich für alles, was wirklich in Notion passiert. Content erstellen, Prozesse und KPIs dokumentieren, Kursinhalte erstellen und aktualisieren, strategische Überlegungen...
Wenn es dann aber darum geht, außerhalb von Notion zu arbeiten, kommt Claude Code ins Spiel.
Damit kann ich dann nämlich u.a. Dateien erstellen (z.B. YouTube-Thumbnails bzw. generell. Bilder oder Präsentationen) und – und da wird's wirklich spannend – in anderen Tools arbeiten.
Claude Code hat bspw. Zugriff auf mein E-Mail-Marketing-Tool und wird gleich, wenn ich diesen Newsletter hier fertig geschrieben hab (was ich nach wie vor ohne KI mache), basierend auf dem Inhalt ein passendes Thumbnail erstellen, was dann hier auf der Übersichtsseite zu sehen ist:
Dann wird es den Text des Newsletters noch in Notion im passenden Eintrag in der Content-Datenbank einfügen, den Status auf "Versendet" und das Veröffentlichungsdatum auf den 11. Mai setzen.
Claude Code kann auch
- Kursinhalte, die ich in Notion erstellt hab, auf der Kursplattform veröffentlichen
- Blogartikel aus der Content-Datenbank rausziehen und auf meiner Website als Entwurf anlegen
- Formulare für mich erstellen
...um mal nur ein paar Beispiele zu nennen.
Es ist also wirklich eine ausführende Kraft in meinem Business, die mir unheimlich viel Arbeit abnimmt: ganz viele Klicks, ganz viel Copy-Paste, ganz viele monotone und nicht-kreative Aufgaben.
Kosten dafür: Claude Code ist in jedem Claude-Abo enthalten – wenn du es aber nicht nur hin und wieder, sondern wirklich als diese ausführende Kraft nutzen willst, solltest du den Max-Plan wählen. Der kostet je nach Nutzungslimit 90 oder 180€ im Monat (du kannst auf jeden Fall mit dem für 90€ starten) → ich nutze aktuell den für 180€/Monat
Das sind also die zwei KI-Tools, die bei mir mittlerweile tatsächlich in fast jeden Prozess, in jede Aufgabe in meinem Business auf irgendeine Art eingebunden sind.
Will ich damit jetzt sagen, dass du das auch genau so machen solltest? Definitiv nicht.
Die Notion KI lohnt sich z.B. nur, wenn du selber auch schon mit Notion arbeitest und damit dein Business managst – denn nur dann ist ja der entsprechende Kontext vorhanden, der die Notion KI so wertvoll macht.
Falls du das schon tust und dich fragst, wie genau du aus dem KI-Chat in Notion auch ein ganzes KI-Team machen kannst – für nur 20€ pro Monat – halt diese Woche die Augen offen, dazu wird's nämlich unter anderem ein YouTube-Video geben.
Und wenn du Fragen zu meinem Notion x Claude Code Setup hast, antworte mir gerne auf diesen Newsletter. Auch dazu wird's (mindestens) ein Video geben 🙌🏼
Bis dahin,
Lea